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Neue Sicherheitsanforderungen für Produkte die zum Baden von Säuglingen und Kleinkinder verwendet werden

News 2001/95/EGFür Verbraucherprodukte, die  innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) in Verkehr gebracht werden,  und für die es keine spezifischen EG-Richtlinien hinsichtlich grundlegender Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen gibt (sogenannte CE-Richtlinien) müssen  die Anforderungen der  Richtlinie 2001/95/EG  erfüllen. Gibt es hierfür keine harmonisierten Sicherheitsnormen, werden die Sicherheitsanforderungen aufgrund eines Mandat der EU-Kommission die europäischen Normungsgremien beauftragt, entsprechende europäische Normen festzulegen, die gewährleisten, dass Produkte die allgemeinen Sicherheitsanforderungen der Richtlinie 2001/95/EG erfüllen.

EU-Kommission sah Handlungsbedarf
Die EU- Kommission hatte eine Studie in Auftrag gegeben über häufigen tödlichen Unfälle beim Baden von Säuglingen und Kleinkindern, in der die Sicherheit zahlreicher Produkte bewertet wurden, die üblicherweise für die Pflege von Säuglingen und Kleinkindern zwischen 0 und 5 Jahren verwendet werden wie Baderinge, Badehilfen und Badewannen (mit und ohne Ständer). Die aus Unfällen gewonnenen Erkenntnisse und die einschlägigen Statistiken zeigten durchweg, dass das Risiko des Ertrinkens auf unzureichende, nicht eindeutige und zu unauffällige Warnhinweise bzw. Anweisungen für den sicheren Gebrauch der Produkte sowie auf deren mangelhafte konstruktive Ausführung und Widerstandsfähigkeit zurückzuführen ist. Unfallberichte und Statistiken haben außerdem ergeben, dass in Verbindung mit dem Gebrauch dieser Produkte und bei unzureichender Beaufsichtigung durch die Pflegeperson Sturz- und Verletzungsrisiken sowie das Risiko des Verschluckens von Kleinteilen bestehen.

    Aufgrund dieser festgestellten Mängel wurden von der EU-Kommission gemäß Beschluss vom 7. Januar 2010 für nachfolgend aufgeführte Produkte Sicherheitsanforderungen festgelegt:

    • Baderinge
    • Badehilfen
    • Badewannen für Säuglinge
    • Badewannenständer

    Die Hauptrisiken die in Verbindung mit diesen Produkten berücksichtigt werden sind das Ertrinken und das Stürtzen. In diesen Sicherheitsanforderungen wurden Festlegungen getroffen im Wesentlichen

    • chemische Anforderungen
    • Brandverhalten und thermische Eigenschaften
    • physikalischen und mechanische Eigenschaften
    • Erdrosselungsgefahr
    • Sturzgefahr
    • Erstickungsgefahr durch Verschlucken
    • Gefahren die von beweglichen Teilen ausgehen
    • Gefährliche Kanten
    • Konstruktive Ausführung
    • Besondere Hinweise am Produkt
    • Hygiene

    Die EU-Kommission hat die Europ. Normenorganisation CEN beauftragt hierzu entsprechende Normen zu erarbeiten und die im Anhang des Beschlusses festgelegten Sicherheitsanforderungen zu berücksichtigen.

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