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RAPEX Report 2011

Sichere Produkte mit einer wirksamen und effizienten MarktüberwachungRAPEX soll dafür sorgen, dass Informationen über in einem Mitgliedstaat entdeckte gefährliche Non-Food-Verbraucherprodukte rasch an die anderen nationalen Behörden und die Europäische Kommission zur Weiterbearbeitung übermittelt werden. Damit soll die Auslieferung dieser Produkte an die Verbraucher verhindert werden. Die Koordination auf europäischer Ebene erhöht den Wert der auf nationaler Ebene durchgeführten Überwachungs- und Durchsetzungsmaßnahmen und steigert das allgemeine Sicherheitsniveau der auf den europäischen Markt gebrachten Verbraucherprodukte. Gegenwärtig sind 30 Länder an dem System beteiligt, nämlich alle EU-Mitgliedstaaten und die EFTA/EWR-Länder Island, Liechtenstein und Norwegen.

Die Richtlinie über die allgemeine Produktsicherheit 2001/95/EG (RaPS) bildet mit § 12 den rechtlichen Rahmen für RAPEX. Darüber hinaus führte die Kommission im Jahr 2010 die neuen RAPEX-Leitlinien ein (neuer Beschluss 2010/15/EU), deren Ziel darin besteht, die wirksame und einheitliche Anwendung der RaPS-Vorschriften im Hinblick auf das Meldeverfahren zu ermöglichen.

Insgesamt 1803 Meldungen waren von nationale Behörden angegeordnete oder von Wirtschaftsbeteiligten (Hersteller, Händler) unternommen präventive oder restriktive Maßnahmen im Hinblick auf Produkte, die ernste Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für Verbraucher darstellen – etwa Verkaufseinstellungen oder -verbote, Marktrücknahmen, Rückrufe vom Verbraucher). Der Großteil der Meldungen betraf Spielzeug, Kleidung und Textilien sowie Motorfahrzeuge.  Etwa 54% der RAPEX-Meldungen hatten ihren Ursprung in China (im Jahre 2009 waren es noch ca. 60%), was auf die erhebliche Durchdringung der europäischen Märkte durch chinesische Verbraucherprodukte zurückzuführen ist. 19% der gemeldeten Produkte waren in der Europäischen Union hergestellt worden.

Ursprünglich war das RAPEX-Meldesystem nur auf reine Verbraucherprodukte beschränkt. Nach dem Inkrafttreten der Verordnung (EG) Nr. 765/2008 über die Rahmenvorschriften für die Marktüberwachung im Zusammenhang mit der Vermarktung von Produkten am 1. Januar 2010 wurde die Reichweite des RAPEX-Systems auf bestimmte Nicht-Verbraucherprodukte sowie auf andere als Gesundheits- und Sicherheitsrisiken ausgedehnt (Risiken für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, Umweltrisiken, Sicherheitsrisiken).

Die Meldungen von Produktgruppen mit den meisten gefährlichen Produkten (insgesamt 74% aller Meldungen):

  • Bekleidung und Textilien (423 Meldungen)
  • Spielzeug (324 Meldungen)
  • Kraftfahrzeuge (171 Meldungen)
  • Elektrogeräte (153 Meldungen
  • Kosmetika (104 Meldungen)

Die vermeintlich hohe Anzahl der Meldungen über die gefährlichen Produkte relativiert sich, wenn man berücksichtigt, dass dies das Ergebnis einer Marktüberwachung von 30 Staaten ist mit Millionen von Produkten, die in den gemeinsamen Wirtschaftsraum eingeführt oder innerhalb des gemeinsamen Wirtschaftsraumes erstmalig in Verkehr gebracht wurden. Die Europäische Kommission hat bereits Maßnahmen ergriffen um eine wirksame und effektive Marktüberwachung zu gewährleisten.

Weiterführende Informationen

RAPEX Report 2011
Zur Richtlinie 2001/95/EG über die allgemeine Produktsicherheit
Infos zur Marktüberwachung

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