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PSA-Richtlinie 89/686/EWG: Marktüberwachungsbehörde verbietet das Inverkehrbringen von Feuerwehrstiefel

PSA-Richtlinie 89/686/EWG

PSA-Richtlinie 89/686/EWG

Eine deutsche Marktüberwachungsbehörde hat wegen gravierender Mängel mit einer Untersagungsverfügung (Aktenzeichen: 55.3.8221-Bro (UV 004/10)) das Inverkehrbringen von Feuerwehrstiefeln untersagt. Feuerwehrstiefel liegen im Geltungsbereich der Europäischen Richtlinie 89/686/EWG über persönliche Schutzausrüstungen (PSA). Die Rechtsvorschriften sind in Deutschland durch die 8. GPSGV in nationales Recht umgesetzt werden.

Hauptmangel:
Fehlende Antistatik der Laufsohle, mangelnde Durchtrittsicherheit, unzureichende Zehenkappenbelastbarkeit, zu niedriger Steilfrontabsatz, unzureichende Reißkraft der Laufsohle, mangelhafte Rutschhemmung, mangelhaftes Brennverhalten von Reißverschluss bzw. Schnürsenkel, fehlende Kennzeichnung und ein Fehlen der beizufügenden Informationsschrift.
Außerdem  besteht der Verdacht auf Mängel hinsichtlich der Anforderungen des 8. GPSGV auf Grund bisher fehlender Unterlagen nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 der 8. GPSGV.

Die Untersagungsverfügungen aufgrund § 8 Abs. 4 Satz 2 Nr. 2, 5 und 6 werden nach § 10 Abs. 1 des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes durch die BAuA veröffentlich.

Die BAuA gibt auf ihrer Internetseite nachstehenden Hinweis:
Der Bundesanstalt liegen in der Regel keine Erkenntnisse darüber vor, ob ein mangelhaftes Produkt nach Bekanntgabe der Untersagungsverfügung durch den Hersteller nachgebessert oder verändert worden ist. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass beanstandete Produkte entweder ganz aus dem Handel genommen oder so verbessert wurden, dass die beanstandeten Mängel behoben sind. In Zweifelsfällen wird jedoch potenziellen Kaufinteressenten empfohlen, beim Händler, Importeur oder Hersteller eine diesbezügliche Bestätigung einzuholen.

 

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