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Marktüberwachung: Unsichere Maschine (Schneckenförderer) durfte nicht Inverkehr gebracht werden

CE-RICHTLINIEFinnische Behörden hatten aufgrund Sicherheitsmängel an einen Schneckenförderer für Karotten und Kohlrabi eines dänischen Herstellers das Inverkehrbringen des Schneckenförderers untersagt.

Die Maßnahme erfolgte nach einem Unfall beim Reinigen der Maschine, als der Bediener bei laufender Förderschnecke in den Abwasserschlauch des Förderbands griff, um Gemüse zu entfernen, das die Maschine blockierte, und dabei Verletzungen an den Fingern erlitt. Bei der Klappe, die den Zugang zum Abwasserschlauch verhindern sollte, handelte es sich um eine feststehende Schutzvorrichtung. Da diese mehrmals täglich zu Reinigungszwecken geöffnet werden musste, waren die finnischen Behörden der Ansicht, dass eine trennende Schutzeinrichtung angebracht werden sollte. Darüber hinaus teilten die finnischen Behörden mit, dass die Maschine entgegen der Betriebsanweisung im ausgeschalteten Zustand nicht wirksam gereinigt werden konnte.

Die finnischen Behörden begründeten die Maßnahme mit der Nichtübereinstimmung der Maschine mit den folgenden grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen gemäß Anhang I der Richtlinie 2006/42/EG:

  • 1.3.7 Risiken durch bewegliche Teile,
  • 1.3.8 Wahl der Schutzeinrichtungen gegen Risiken durch bewegliche Teile,
  • 1.4.2.2 Bewegliche trennende Schutzeinrichtungen mit Verriegelung,
  • 2.1.1 d) und e) Nahrungsmittelmaschinen — Reinigung.

In einem veröffentlichten Entschluss der EU-Kommission vom 9.10.2013 stellt die Kommission fest, dass die Maßnahme zur Untersagung des Inverkehrbringens des Schneckenförderers ohne trennende Schutzeinrichtung zur Verhinderung des Zugriffs auf den Abwasserschlauch bei laufender Förderschnecke gerechtfertigt ist.

 

Weitergehende Informationen:

Beschluss der Kommission vom 9. Oktober 2013

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