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Richtlinie 2013/29/EU über pyrotechnische Gegenstände

  1. pyrotechnische Gegenstaende

    Richtlinie über pyrotechnische Gegenstände

    Offizieller Titel der Richtlinie
    RICHTLINIE 2013/29/EU DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 12. Juni 2013 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Bereitstellung pyrotechnischer Gegenstände auf dem Markt (Neufassung)

  2. Richtlinientext
    Richtlinie 2013/29/EU über pyrotechnischer Gegenstände
  3. Anzuwenden ab 1. Juli 2015
  4. Umsetzung in nationales Recht
    1. SprengV (1. Sprengverordnung – Erste Verordnung zum Sprengsatz)
  5. Anwendungsbereich
    Bereitstellung von pyrotechnischen Gegenständen auf dem Markt
    Pyrotechnische Gegenstände sind:
    „Jeder Gegenstand, der explo­sionsgefährliche Stoffe oder Stoffgemische enthält, mit de­nen aufgrund selbständiger, unter Freiwerden von Wärme ablaufender chemischer Reaktionen Wärme, Licht, Schall, Gas oder Rauch oder eine Kombination dieser Wirkungen erzeugt werden soll.“
    – pyrotechnische Gegenstände für Unterhaltungszwecke (Feuerwerkskörper): ;
    – py­rotechnische Gegenstände für die Verwendung auf Bühnen im Innen- und Außenbereich, einschließlich bei Film- und Fernsehproduktionen oder für eine ähnliche Verwendung;
    – pyrotechnische Gegenstände für Fahrzeuge“: Komponenten von Sicherheitsvorrichtungen in Fahrzeugen, die pyrotech­nische Stoffe enthalten, die zur Aktivierung dieser oder anderer Vorrichtungen verwendet werden (Airbags);
  6. Kennzeichnung
    Auf dem Gegenstand selbst oder, wenn dies nicht mög­lich ist, auf der Verpackung oder in den dem pyrotechnischen Gegenstand beigefügten Unterlagen:
    – Namen des Herstellers (und ggf. Einführer), deren eingetragenen Handelsnamen oder ihre eingetragene Handelsmarke
    – Postanschrift
    – Namen und Typ des pyrotechnischen Gegenstandes
    – die Registrierungsnummer
    – CE Zeichen mit Angabe der Kennnummer der beteiligten notifizierten Stelle
    – Produkt-, Chargen- oder Seriennummer
    – die Altersgrenze
    – die einschlägige Kategorie
    – die Gebrauchsanleitung
    – Nettoexplosivstoffmasse (NEM)
    – Angaben zur Verwendung

    Bei Feuerwerkskörpern der Kategorien F3 und F4 zusätzlich:
    – Herstellungsjahr
    – gegebe­nenfalls den Mindestsicherheitsabstand

    Falls auf dem pyrotechnischenGegenstand nicht genü­gend Platz für die erforderliche Kennzeichnung vorhanden ist, müssen die Informationen auf der kleinsten Verpackung angebracht werden.

    Für pyrotechnische Gegenstände die zur Verwendung in Fahrzeugen verwendet werden, gelten besondere Bestimmungen

    Anmerkung:
    Angewandte harmonisierte Normen können weitere Anforderungen zur Kennzeichnung enthalten
    .

  7. Mitzuliefernde Unterlagen
    a) Gebrauchsanleitung
    b) Sicherheitsinformationen
    Anmerkung:
    In der (den) Amtssprache(n) des Mitgliedstaats, in dem die pyrotech­nischen Gegenstände für den Verbraucher bereitgestellt werden, sichtbar, lesbar und dauerhaft gekennzeichnet werden. Diese Kennzeichnung muss klar, verständlich und deutlich sein.
  8. Weitergehende Informationen
    Durchführungsrichtlinie 2014/58/EU über die Errichtung eines Systems zur Rückverfolgbarkeit von pyrotechnische Gegenstände (verbindlich anzuwenden seit 17. Oktober 2016)
  9. Harmonisierte Normen
    Bisher wurden keine harmonisierte Normen veröffentlicht.
  10. Notifizierte Stellen
    Übersicht aller notifizierten Stellen zur Richtlinie 2013/29/EU über pyrotechnische Gegenstände

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